Siem Reap 1

gestern Abend bin ich noch im Hardrock Cafe gelandet, eigentlich ja überhaupt nicht mein Ding, aber dank der Empfehlung eines Bekannten, der in Saigon lebt, lerne ich die philipinische Hausband kennen, die Rock- und Metal-Covers auf erstaunlich hohem Niveau bietet. Ich bleibe zu lange und trinke zuviel, was dazu führt, dass ich heute früh glatt verschlafe. Ich beschließe sofort, Angkor Wat auf morgen zu verschieben. Stattdessen besorge ich mir ein Fahrrad, was ich sowieso vorhatte, und schaue mir die Stadt an. Ich bin froh, dass ich mir ein Hotel ausserhalb des Zentrums (in Richtung Angkor) ausgewählt habe, die Innenstadt ist voll mit Kneipen, die sich gegenseitig die Bierpreise unterbieten, ich möchte nicht sehen, wenn hier nachts die Besoffenen rumfallen.

Ich besuche das Nationalmuseum, was eine ziemlich gute Vorbereitung auf den Angkor Wat – Besuch morgen ist, ich erfahre nämlich eine Menge über die Geschichte des Khmer-Reiches und vor allem auch über die Symbolik und Ikonografie, d.h. ich werde dann auch die Reliefs und Statuen usw. deuten können. Zumindest theoretisch, ich habe natürlich mindestens die Hälfte wieder vergessen, als ich das Museum verlasse. Das Museum ist gut, allerdings darf man drin nicht fotografieren und nebenbei: wieviele Buddha-Statuen kann man sich anschauen, bevor einem langweilig wird? Vor allem, wenn der allererste Ausstellungsraum schon ‚Hall of 1.000 Buddhas‘ heisst? Buddhismus ist langweilig, spannender finde ich da schon die Hinduistische Mythologie (Angkor Wat war im Laufe der Geschichte beides, sowohl Buddha- als auch Hindu-Tempel) mit den vielen Göttern und Erschaffen und Zerstören und was nicht noch alles, die haben wenigstens Phantasie.

Noch während des Museumsbesuches meldet sich mein Magen, so dass ich den Rest des Tages in sicherer Nähe zu meinem Zimmer verbringe und versuche, meinen persönlichen Immodium-Rekord, aufgestellt in Costa Rica, zu brechen. So schlimm ist es dann zum Glück nicht, trotzdem passiert heute nichts mehr, außer dass ich meine Weiterreise ach Phnom Penh organisiere und mir dort ein Hotel für drei Nächte reserviere. Ist aber auch keine Katastrophe, ich wollte sowieso früh ins Bett, damit ich morgen den ganzen Tag für Angkor nutzen kann.

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